Der ehemalige Vorsitzende sowie aktueller Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Messklingenschlapp Igersheim e.V. Georg Jetzinger brachte den Vorschlag ein, die schönsten historischen Steine und Kleindenkmale, die im Besitz des Heimatvereins sind, in Form eines Lapidariums der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Georg Jetzinger hat die Vorstandsmitglieder schnell überzeugt – vor allem, als auch der ideale Platz für solch ein Lapidarium gefunden war: Zwischen dem Kulturhaus und der St. Michaelskirche.
Die schmale Grünfläche entlang des Kulturhauses, direkt im Anschluss an den gepflasterten Weg für den rollstuhlgerechten Zugang zur St. Michaelskirche bot sich vor allem deshalb an, weil sie an kulturhistorisch bedeutendem und zentralen Ort Igersheim, diese Zeugen der Vergangheit ins heutige Kulturgeschehen einbindet.
Das Kulturhaus und die St. Michaelskirche gehören zu den ältesten Gebäuden Igersheims. Zwischen diesen wertvollen Baudenkmälern haben nun 7 interassante und erhaltenswerte Kleindenkmale aus dem gesamten Gemeindegebiet ein Zuhause gefunden.
Nachdem die Idee geboren war, hat Georg Jetzinger einen Plan gezeichnet, Bürgermeister Frank Menikheim als Unterstützer gewonnen und in der Mannschaft des Igersheimer Bauhofs verlässliche Partner gefunden. Mit ihren Maschinen und Werkzeugen war rasch die Streifen Erde entlang der Wand des Kulturhauses ausgegraben und die Fundamente für die einzelnen Denkmale gesetzt worden. Die fachgerechte Renovierung der Steine hat der Igersheimer Steinmetz Wolfgang Ikas ehrenamtlich und kostenfrei übernommen, wofür der Heimatverein sehr dankbar ist. Lediglich Kosten für das Setzten der Steine mussten vom Heimatverein getragen werden.
Dass bei den Grabarbeiten fürs Lapidarium ein verschütteter Brunnen entdeckt wurde, der direkt an der Außenmauer des Kulturhauses in die Tiefe führt, hat zwischendurch die Arbeiten am Lapidarium verzögert. Wenn das Denkmalamt einverstanden ist, soll dieser Brunnen nun geöffnet und mit Glas und Gitter abgedeckt werden. Recherchen in den Archiven ergaben, dass dieser Brunnen der alte Klosterbrunnen war. Der frühere Klosterturm war bei früheren Grabungen von ca. 6 Metern vom Brunnen entfernt und entdeckt worden.
Der untere Teil der Außenmauer des Kellers ist tatsächlich Teil der alten Klostermauer und stammt nachweislich aus dem 14. Jahrhundert, wie Georg Jetzinger im Archiv des Stifts Neumünster recherchiert hat. Es gibt sogar noch ein Bild aus der Zeit vor 1820, in dem diese beiden Türme noch zu sehen sind.
Appell des Heimatvereins
Erhaltenswerte Kleindenkmale gibt es immer noch zahlreich in unserer Gemeinde. Auch auf vielen Privatgrundstücken. Wenn bei Abriss von Gebäuden, Nutzungsänderungen oder aus sonstigen Gründen solche Kleindenkmale weichen müssen, sollten Eigentümber immer den kulturhistorischen Wert im Blick haben. Gerne dürfen Interessierte sich an den Heimatverein wenden.

Eine Antwort auf „Lapidarium“
Oberamtsblatt Reckerstal
Hallo Ihr Lieben Heimatvereinler.
Georg hatte mir im Rathaus vor einigen Wochen einen Auszug aus dem Oberamtsblatt von Reckerstal versprochen in dem ich möglichst viel geschichtliches zu Reckerstal erfahren kann, vielleicht sogar zu den einzelnen Höfen. Falls Ihr hier Infos habe oder noch andere Quellen wäre ich Euch sehr verbunden. Gerne auch per Mail:-) Vielen lieben Dank im voraus und bis bald Alexander Trunk